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Eine Einheitliche Kurdische Sprache
Beitrag Verfasst am: 14.02.2011 15:18:40
Sorani Englisch lernen

Hochkurdisch Eine einheitliche kurdische Sprache gibt es nicht. Es gibt drei Hauptgruppen, die miteinander verwandt, aber dennoch sehr verschieden sind. Wer nur eine dieser Sprachen spricht, kann sich nicht mit Sprechern der anderen Sprachen verständigen.

Quelle: http://www.planet-wissen.de/politik_geschichte/voelker/kurden/index.jsp


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Kommentar:


Xwendevan Im Weiteren gelingt es dem Autor eindrucksvoll,
eine Kette der Begriffsüberlieferung herzustellen,
die bis zu den heutigen Kurden reicht. Dabei wurden
die Begriffe selbstverständlich nicht wie im
heutigen Sinne für „kurdisch“, sondern wesentlich
diffuser verwendet:
„Generell sind die Termini Kurda, Karda und
Kurti als Sammelbegriffe für Bergvölker zu
verstehen. Sie deuten nicht auf einzelne
Völker oder Stämme hin.“ (S. 198)
Der archäologischen Indizienkette folgt schließlich
eine linguistische, die das Kurdische mit anderen
iranischen Sprachen, insbesondere mit dem Yaghnobi
vergleicht.
Am Beispiel der Ergativität in verschiedenen kurdischen
Sprachen/Dialekten werden Einflüsse des
Hurro-Urartaischen als agglutinierende Ergativsprache(
n) und des Alt-Aramäischen nachgewiesen.
Für Hennerbichler deuten „Formen von
Ergativität, wie sie noch heute im neu-iranischen
Kurdischen zu finden sind“ auf „archaische
Sprachtraditionen hin, und zwar auch dann, wenn
sich nicht alle Aspekte voller Ergativität erfüllen und
sich nur ausgeprägt in Vergangenheits-, nicht aber
in Gegenwartsformen erhalten haben.“ (S. 208)
Letztlich untermauert Hennerbichler damit die
These, dass die gegenwärtige iranische Sprache
der Kurdinnen und Kurden auf ältere voriranische
Wurzeln zurückginge und erst in historischer Zeit
iranisiert wurde.
Damit wäre auch eine zumindest bis in die Antike
zurückreichende Existenz der Kurden in der Region
nachgewiesen. Diese Argumentation des Autors
ist durchaus überzeugend und wird in der
Kurdologie und Iranistik in Zukunft zu berücksichtigen
sein.
Eine stärkere Quellenkritik bei der Verwendung
von Erkenntnissen aus der Genforschung für soziale
Entwicklungen wäre allerdings manchmal
durchaus wünschenswert gewesen. Insbesondere
bleibt die Frage offen, ob die stark interessengeleitete
Genforschung in Israel, die zuletzt etwa von
Shlomo Sand als Teil eines ideologischen Projekts
der Erfindung eines Jüdischen Volkes kritisiert
wurde, so unkritisch rezipiert werden sollte.
Abgesehen von dieser Problematik legt Hennerbichler
jedoch eine überzeugende Argumentation
vor, die eine weit zurückreichende Existenz kurdischer
und proto-kurdischer Bevölkerung in ihrem
gegenwärtigen Siedlungsgebiet belegt und der
eine entsprechende Rezeption in der Sprachwissenschaft,
Iranistik und Kurdologie zu wünschen ist.

Thomas Schmidinger
Quelle: http://homepage.univie.ac.at/thomas.schmidinger/php/texte/kurdistan_fhe.pdf (s.2)

Beritan Ja, Natürlich - ist aber bei jeder sprache so

Aras Asîman: Wenn man eine der Sprachen GUT beherrscht, versteht man die Anderen, wenn auch nicht 100%. Man muss manchmal genau hinhoeren, aber es geht, wenn man auch offen ist gegenueber dem anderen Dialekt.
28.03.2011 23:05:28


Hisar: Ne das stimmt nicht. Ich bin zaza verstehe kurmanci; kann auch kurmanci und verstehe sorani. Das ist völliger schwachsinn ! Von wegen man kann sich nicht verständigen und kurmanci würde ich als hochkurdisch (lernsprache) bennenen weil 70% kurmanci sprechen.
21.05.2011 18:41:26


Kurmanc: Ich persöhnlich denke: "Wer nur eine dieser Sprachen schon beherrscht, kann sich mit Sprechern der anderen besser verständigen". Seitdem ich kurmancî lerne und besser spreche, verstehe ich auch mehr Soranî und Dimilî.
14.03.2011 15:18:40